2

Show Don’t Tell II – Beispiele & Umsetzung

Im ersten Teil dieser Reihe habe ich anhand einiger Show Don’t Tell Beispiele erklärt, was diese Schreibtechnik überhaupt ist. Dieses Mal geht es etwas praktischer weiter und ich zeige dir, wie du Show Don’t Tell in verschiedenen Situationen einsetzen kannst. Dieses mal mit noch mehr Show Don’t Tell Beispielen.

Show Don’t Tell bei Gefühlen

Ich bin wütend.Mein Blut kocht.

Show Don’t Tell Beispiele über Gefühle gibt es im Internet am meisten. Vermutlich, weil es hier besonders wichtig ist, nicht einfach nur zu sagen, wie eine Figur fühlt. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich lese, dass eine Figur wütend, traurig, glücklich, erleichtert, … ist, löst das bei mir nicht viel aus. Ich weiß zwar, was die Person fühlt, aber ich fühle nicht mit. Anders ist es, wenn ich statt dem Gefühl lese, welche Reaktionen dieses Gefühl hervorruft. Denn ich kann nicht unbedingt nachvollziehen, warum A auf B wütend ist, weil sie irgendetwas getan hat, das mir persönlich völlig egal wäre. Aber ich kann nachvollziehen, wie es ist, wenn das Blut kocht, ich jemandem die Hände an die Gurgel legen will. Show Don’t Tell ist, wodurch wir auch die Gefühle von Figuren nachvollziehen können, mit denen wir nicht viel gemeinsam haben.

Ich selbst durchsuche meinen Text auf Adjektive, die Gefühle beschreiben, und ersetze diese durch Reaktionen. Das kann emotional sein (Herz setzt aus, Augen brennen, keine Worte verlassen den Mund) oder eine wirkliche Handlung (jemanden schubsen, Hände zu Fäusten ballen, wegrennen). Man kann Sätze wie »Ich bin wütend« einfach mit Show erweitern, also zum Beispiel »Ich bin so wütend, dass ich die Hände zu Fäusten balle«. Ich persönlich versuche, das tatsächliche Gefühl so oft es geht wegzulassen. Der Leser ist durchaus in der Lage, die Handlung »Fäuste ballen« in Zusammenspiel mit der weiteren Handlung zu interpretieren.

Show Don’t Tell bei Orten

Ich persönlich HASSE lange Absätze, in denen mir erzählt wird, wie ein neuer Ort aussieht.

Der Wald war kalt und dunkel. Die hohen Tannen standen dicht aneinander und nur wenige Wege führten durch den Landstrich.

Einen Absatz, der so beginnt, würde ich überspringen, vermutlich schon nach dem vierten Wort. Ich sehe zwar ein recht diffuses Bild des Waldes vor mir, aber ich habe nicht das Gefühl, mehr über diesen Wald erfahren zu wollen. Es ist halt ein Wald bei Nacht. Da brauche ich keine fünf Sätze, die ihn beschreibe. Ich möchte, dass meine Leser den Wald nicht nur sehen, sondern sich im Wald befinden. Sich mit dem Protagonisten durch den Wald kämpfen. Deshalb verknüpfe ich solche Beschreibungen immer möglichst nahtlos mit der Handlung und benutze Show anstatt Tell.

Selbst zwischen den dicht an dicht stehenden Tannen peitschte ihm der Wind ins Gesicht. Er starrte auf den Boden, weil er den selten genutzte Trampelpfad in der Dunkelheit immer wieder aus den Augen verlor. Doch alles in ihm drängt darauf, den Wald zu durchdringen.

Es gibt garantiert auch Leser, die das erste Beispiel bevorzugen. Manche mögen einen klaren, schnörkellosen Stil. Am besten findest du heraus, was du gerne liest, wie du dich beim Schreiben wohl fühlst. Denn es gibt natürlich nicht nur den einen oder den anderen Stil, sondern viele Abstufungen dazwischen.

Show Don’t Tell bei den Figuren

Statt zu erklären, dass meine Protagonistin ruhig und strebsam und unscheinbar ist, zeige ich ihre Eigenschaften während der Handlung. Ich lasse sie schweigen, während ihre Eltern mit ihr schimpfen. Ich lasse sie Bücher wälzen, statt auf die Party zu gehen. Und ich lasse sie neidisch die zurechtgemachten, beliebten Mädchen ihrer Klasse betrachten.

Versuche, dir zu überlegen, wie du die Eigenschaften deiner Figur zeigen kannst, ohne zu sagen, dass sie diese oder jene Eigenschaft hat. Ein positiver Bonus: Deine Figur ist glaubwürdig. Es gibt nichts nervigeres, als eine angeblich so schüchterne Person, die ständig freche Sprüche bringt und sich alles mögliche traut. Oder die angeblich so sarkastische, taffe Protagonistin, die bei ihrem Angebeteten plötzlich völlig perplex und handlungsunfähig ist.

Nicht falsch verstehen: Es ist definitiv ok, dass die taffe Protagonistin bei ihrem Angebeteten schwach wird, aber dennoch sollte sie ihre grundsätzlichen Charakterzüge behalten! Super wäre für mich, wenn sie innerlich dahinschmilzt, aber sich nicht erlaubt, das nach außen zu zeigen . Oder um zurück zu schüchternen Protagonistin zu kommen – wenn sie innerlich mit sich kämpft, sich total überwinden muss, aber ihr Antrieb so wichtig ist, dass sie sich wehrt und laut wird und kämpft, ist das auch nachvollziehbar. Aber all das muss per Show Don’t Tell gezeigt werden!

Show Don’t Tell bei der Handlung

Bisher waren die Show Don’t Tell Beispiele eher auf einzelne Wörter und Sätze konzentriert. Das Prinzip kann jedoch auch beim größeren Bild der gesamten Handlung angewandt werden! Wie immer meine Meinung, aber: Seitenlange Erklärungen zur Welt, zum Magiesystem, zu vergangenen Ereignissen sind das Gegenteil von spannend. Ich entdecke diese Dinge lieber gerne während der Handlung. Und genau so schreibe ich auch

Mein Protagonist würde das Magiesystem erlernen. Nicht in allen Einzelheiten, sondern nur so viel, wie für die Handlung notwendig ist. Er hadert mit Wassersprüchen, weil er dem Element Feuer zugeneigt ist. Seine Meisterin erklärt ihm ein paar Dinge, während er diese umsetzt. Und zwar immer so, dass kein Erklär-Monolog über zwei Absätze gehalten wird!
Statt zu erklären, dass Planet Zorbia zwei Monde hat, die einmal im Jahr voreinander stehen, zeige ich, wie die Protagonisten das Fest der Mondgleiche feiern.

So geht es weiter

Im letzten Teil dieser Reihe zeige ich dir, wann Show Sinn macht und wann du auf Tell zurückgreifen darfst oder solltest! Suchst du einen Schreibratgeber, der viel mit Beispielen arbeitet? Dann möchte ich dir das Buch Stein on Writing* bzw. auf Deutsch Über das Schreiben* ans Herz legen. Mir ist es wichtig, einen Schreibtipp nicht einfach nur theoretisch erklärt zu bekommen, sondern anschaulich mit Beispiel. So kann ich selbst abwägen, ob mir der Tipp gefällt, ob er mich und meinen Schreibstil voranbringt, oder ob er für mich nicht passt.

Mit * gekennzeichnete Links sind „Affiliate Links“. Wenn du über so einen Link etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision für die Empfehlung – für dich macht das absolut keinen Unterschied, du musst also nicht mehr bezahlen. Ich freue mich aber, dass ich dir ein Produkt empfehlen konnte. 🙂

1

Show Don’t Tell I – Definition & Wichtigkeit

Auf den Begriff Show Don’t Tell stößt vermutlich jeder, der sich ein wenig mit Schreibtechniken beschäftigt. Völlig überschätzt und unnötig sagen die einen, für andere ist Show Don’t Tell der Heilige Gral des Schreibens. Ich selbst LIEBE Show Don’t Tell, glaube aber auch, dass diese Technik nicht durchgehend angewandt werden muss. Und wenn jemand der Meinung ist, er kann mit Show Don’t Tell nichts anfangen, finde ich das genauso in Ordnung – ich persönlich würde den Text vermutlich nicht mögen, aber andere Leser wiederum schon. Es ist wie alles also Geschmackssache. Trotzdem möchte ich dir in dieser kleinen Reihe zur Schreibtechnik zeigen, warum ich so gern auf Show Don’t Tell setze, wann ich es benutze und wann nicht, wie ich Show Don’t Tell umsetzte und dir auch ein paar Beispiele mitgeben. Bitte bedenke, dass all das hier mein persönlicher Geschmack ist und es bei kreativen Tätigkeiten kein »richtig« und »falsch« gibt.

Show Don’t Tell oder Zeigen nicht Erzählen

Show Don’t Tell bedeuten Zeigen nicht Erzählen und was genau das eigentlich bedeutet, lässt sich am einfachsten mit einem sehr simplen Beispiel zeigen:

Mir ist kalt.Ich zittere und reibe mir über die Arme.

Es geht darum, dem Leser nicht einfach nur zu erzählen, was passiert, wie etwas aussieht, was der Protagonist fühlt, sondern ein Bild zu erzeugen, in das sich der Leser hineinversetzen kann. Zumindest mir geht es so, dass ich beim zweiten Satz direkt spüre, wie kalt es ist. Weil ich die körperliche Reaktion aus eigener Erfahrung kenne. Und selbst – oder gerade dann – wenn ich noch nie in meinem Leben gefroren habe, vermittelt mir der zweite Satz ein sehr viel besseren Eindruck.

Wie der Leser Dinge erfahren sollte

Bei Tell, also dem Erzählen, erzähl ein Erzähler, was passiert, was für ein Typ Mensch jemand ist, wie ein Ort aussieht, welches Wetter herrscht und so weiter.
Bei Show, also dem Zeigen, erleben die Protagonisten, was passiert, was für ein Typ Mensch jemand ist, wie ein Ort aussieht, welches Wetter herrscht und so weiter.
Es gibt Situationen, in denen Tell durchaus angebracht ist (darauf gehe ich im dritten Teil dieser Serie ein), aber in den allermeisten Fällen bietet sich Show Don’t Tell einfach mehr an. Statt zu erzählen, dass die Sitznachbarin in der Schule eine Streberin ist, bringt es viel mehr, zu zeigen, dass sie eine ist.

Alison ist die größte Streberin der Klasse. Alison sitzt wie immer als erste auf ihrem Platz, die Hausaufgaben bereits fein säuberlich auf dem Tisch ausgebreitet. Sie sitzt so aufrecht, dass ihre Wirbelsäule durchbrechen müsste, und wartet auf ihren geliebten Lehrer.

Ich behaupte mal, 95% der Leser schließen von selbst darauf, dass Alison eine Streberin ist. Und gleichzeitig bietest du den Lesern so ein viel klarere, einprägsameres Bild von Alison. Der Leser kann sie kennenlernen, anstatt nur das stereotype Bild einer Streberin zu sehen.

Aber Show ist doch so viel länger als Tell!

Da hast du recht. Allein mein erstes Beispiel ist mehr als doppelt so lang, als die Tell-Variante. Das muss aber nicht sein. Ich merke sogar immer wieder, das gutes Show oft genauso kurz wie Tell gehalten werden kann. Beispiel gefällig?

Mir ist kalt.Ich zittere und reibe mir über die Arme.

Hier ist das Zeigen sogar kürzer als das Erzählen!
Dir ist das jetzt zu unpräzise, weil der Ich-Erzähler ja aus allen möglichen Grünen zittern kann? Dann bauen wir einfach noch ein wenig dazu.

Ich gehe durch die mit Schnee bedeckte Landschaft. Mir ist kalt. Schnee knirscht unter meinen schweren Stiefeln. Ich zittere.

Siehst du, wie Show immer noch so lang ist wie Tell und der Leser in beiden Beispielen die gleiche Information (Schnee, Kalt) erhält – aber löst das Show-Beispiel nicht ein wenig mehr bei dir aus? Beides sind natürlich keine literarischen Wunderwerke und der Unterschied wird nicht allzu deutlich, wenn man zwei möglichst knapp geschriebene Sätze betrachtet, aber ich denke, vom Prinzip her verstehst du, was ich meine. In der Realität gibt es kein reines Show oder Tell, sondern beide Methoden vermischen sich.

Längen an den richtigen Stellen

Das bringt mich gleich zu meinem nächsten Argument: Ist es denn schlimm, wenn Show länger ist als Tell? Ich persönlich lese viel lieber vierzig Seiten mehr von einem wirklich gut geschriebenen Text, der es schafft, mich in eine andere Welt zu ziehen, als einen knapperen Text, der Ereignisse einfach nur effizient abarbeitet. Ich möchte eine bewegende Geschichte lesen und keine präzise Zusammenfassung von Ereignissen. Deshalb stört es mich nicht, wenn Show länger wird als Tell.

Die Tür öffnet sich und vor mir steht der schönste Junge, den ich je gesehen habe. Seine Augen sind blau und tief. Er scheint abgelenkt, als er die Bibliothek verlässt. Die Tür öffnet sich und im ersten Moment sehe ich nur blaue Augen. Ich hatte nie viel für blaue Augen übrig, deshalb schockt mich meine Faszination umso mehr. Ich reiße mich zusammen und konzentriere mich auf den Rest seines Gesichts, die fein geschwundene Nase, wie sie seine Locken an seine Wangenknochen schmiegen … – stop. Das ist das Gegenteil von Zusammenreißen. Etwas Schweres legt sich in meinen Magen, als ich merke, dass er, dass seine blauen Augen, mich keines Blickes würdigen. Sie sind vertieft in den Klappentext eines Buches.

Wie empfindest du diese Absätze? Vielleicht gefällt dir das linke Beispiel sogar besser, weil du nichts übrig hast für romantische Schwelgereien (oder du einfach einen anderen Geschmack hast als ich, was Schreibstile betrifft). Deshalb finde ich es wichtig, sich zu überlegen, welche Teile deines Buches mehr Show brauchen und welche mehr Tell. Bei einem Liebesroman setzt man natürlich ganz andere Prioritäten als bei einem Fantasyroman mit epischen Kriegsszenen! Mir geht es darum, dir zu zeigen, dass länger nicht unbedingt schlechter bedeutet (auch wenn das natürlich durchaus vorkommen kann :D).

Brauche ich Show Don’t Tell wirklich?

Die kurze Antwort: Nein.
Du bist nicht verpflichtet, auf irgendeine Schreibregel zu achten. Wenn du ein ganzes Buch im Tell-Stil schreiben willst, weil es sich für dich gut anfühlt, ist das deine freie Entscheidung. Ebenso kannst du ein komplettes Buch aus wirr aneinander gereihten Worten veröffentlichen. Schreiben ist Kunst.
Schreiben ist aber auch Handwerk. Und wenn du ein mitreißendes Buch schreiben willst, in das Leser eintauchen wollen, können dir Regeln des Handwerks Schreiben dabei helfen. Du musst nicht jede Regel des Schreibens befolgen und es ist immer gut, jede Regel, jeden Tipp von allen Seiten zu beleuchten, um dir eine eigene Meinung zu bilden. Aber wenn ich dir nur eine einzige Regel ans Herz legen darf, ist es Show Don’t Tell. Denn für mich – und die meisten Leser – macht diese Technik den Unterschied!

Alles schön und gut, aber wie genau setze ich Show Don’t Tell jetzt um?

Das ist ein so komplexes und individuelles Thema, dass ich dazu mehr im zweiten Teil dieser Reihe erklären möchte. Nein, Nicht erklären, zeigen natürlich. 😉
Falls ich dich mit meinen Erklärungen, warum ich Show Don’t Tell als so wichtig einschätze, überzeugen konnte, freue ich mich auf deinen Besuch beim praktischeren zweiten Teil meiner Show Don’t Tell Reihe! Im dritten Teil zeige ich übrigens, in welchen Situationen Tell seine Berechtigung hat, da du natürlich nicht jede Kleinigkeit mit Show darstellen musst!

3

Charaktere erschaffen: Namen für Charaktere finden

Manche Namen für Charaktere erscheinen einem plötzlich, vielleicht unter der Dusche oder im Traum. Manchmal entstehen sie auch während des Schreibprozesses. Doch nicht immer fällt es leicht, die eigenen Charaktere zu benennen. Wie du gute Namen für Charaktere finden kannst und was du beim Bennen deiner Figuren beachten solltest, erfährst du in diesem Blogpost. Ich gebe dir viele Beispiele für die Charakterbenennenung, weil ich glaube, daran erkennst du am besten, was ich meine.

Falls du einen umfangreichen Charakterbogen für deine Figuren suchst, habe ich übrigens HIER genau das Richtige für dich! So erschaffst du lebhafte, vielseitige Charaktere und behälst über alles einen Überblick.

1 Realistische Namen

Natürlich willst du deinen Charakter so benennen, dass er möglichst einzigartig klingt. Schließlich ist er oder sie ja Held deiner Geschichte, ein ganz besonderer Charakter, über den ein Buch geschrieben wird! Trotzdem musst du Namen für Charaktere finden, die realistisch klingen.
Realistisch bedeutet dabei NICHT, dass deine Buchcharaktere normale Namen tragen müssen. Du solltest jedoch versuchen, einen Namen zu wählen, der in DEINER Geschichte und in DEINEM Setting Sinn ergibt. Das ganz normale Mädchen im High School Setting Azralayana zu nennen, macht den Charakter unglaubwürdig. Alle Charaktere haben deutsche Namen, nur die ebenfalls deutsche Protagonistin heißt aus unerfindlichen Gründen (sprich: Weil es so cool klingt) Ashley Black? Bitte nicht. Ein Hochelf namens Alex Meier im High Fantasy Roman mit mittelalterlichem Setting sticht ebenfalls seltsam hervor (es sei denn, du machst irgendwie glaubwürdig, warum der Hochelf so einen Namen trägt).

Mach das Besondere nicht durch den Namen deutlich (oder durch eine total abgefahrene Augenfarbe, wenn wir schon dabei sind), sondern durch die Handlung und Dialoge. Denk nur an Harry Potter, für den J.K. Rowling extra einen ganz normalen Namen gewählt hat, und wie besonders die Figur dennoch ist – so besonders, dass der normale Name Harry Potter fast jedem Menschen ein Begriff ist. Auf der anderen Seite finden wir außergewöhnliche Namen wie Hermine, Draco, Minerva, die perfekt ins Setting passen. Und zu ihren Trägern! Eine versnobbte Familie wie die Malfoys, die ausgefallene Namen wählt, ist nicht verwunderlich, ebenso passt Minerva zu einer strengen, talentierten Hexen-Professorin. Die ärmlichen, auf dem Boden gebliebenen Weasleys tragen schon normalere Namen oder nutzen Spitznamen (Ginny statt Ginevra, Percy statt Percival,…).

2 Einheitlichkeit

In deinem Buch sollten Charaktere aus gleichen (Kultur-)Kreisen auch ähnliche Namen tragen. Hier mache ich nochmal auf das oben genannte Beispiel der Ashley Black aufmerksam: Wenn Ashley eine Austauschschülerin ist, go for it. Wenn Ashley aus Buxtehude kommt und ihre Eltern Reinhard und Irene heißen, bleib lieber bei Namen, die ihre Eltern ihr wirklich geben würden.
Auch bei Fantasy-Geschichten kannst du die Namensgebung wunderbar dazu nutzen, zwischen verschiedenen Völkern zu unterscheiden. Vergleiche zum Beispiel die Namen der Elben und Hobbits in Herr der Ringe. Frodo, Sam, Bilbo oder Elrond, Galadriel, Thranduil – die unterschiedlichen Arten von Namen und Klang erzeugen auch direkt unterschiedliche Eindrücke, oder?

3 Feeling

Für mich ein unfassbar wichtiger Punkt! Mit den Namen möchte ich ein bestimmtes Feeling beim Leser erzeugen, ohne ihn direkt zu erschlagen. Margo, Edith, Reto, Agneta, Valentin heißen fünf der Charaktere in meiner Dystopie Demagogue. Für mich entsteht mit diesen Namen direkt ein ganz bestimmtes Bild vor Augen, von den Charaktere und der Welt. Ein paar Beispiele für unterschiedliche Genres, die ich mir jetzt direkt beim Schreiben überlege, verdeutlichen vielleicht nochmal, was ich meine.

  • Sci-Fi: Aana, Dereec, Alix, Romer, Jul, Kay
  • Fantasy: Minerva, Leander, Ophelia
  • Young Adult Romance: Blair, Maia, Lucas, Asher

4 Länge

Kai, Ana, Lis, Rex, Dan, Art – wie viele dieser Namen kannst du dir merken und auf Dauer auseinander halten, wenn jeder Charakter im Buch einen Namen aus drei Buchstaben trägt? Wahrscheinlich ziemlich wenige. Nicht anders verhält es sich bei extrem langen Namen. Versuche, die Länge deiner Namen zu variieren, um es dem Leser leicht zu machen. Außerdem wirkt deine Namensgebung so wieder sinnvoller.

Wo kannst du nun Namen für Charaktere finden?

Namen für Charaktere

Es gibt tausend Möglichkeiten, um Namen für Charaktere zu finden. Hier nur einige von ihnen:

  • Das klassische Blättern im Telefonbuch (auch wenn Telefonbücher so langsam aussterben)
  • Ein Spaziergang über den Friedhof, da finde ich immer Unmengen toller, vergessener Namen
  • Credits von Filmen und Serien
  • Namensgeneratoren für verschiedene Genres: fantasynamegenerators.com hat zum Beispiel zahlreiche Generatoren für verschiedene Bedürfnisse, aber es gibt auch tausende anderen Generatoren. Einfach bei Google „Name Generator“ plus dein Genre oder Stil eingeben
  • Namenslisten im Internet
  • Bücher über Namen für Babys * – da gibt es alles von modern über klassisch bis nordisch
  • behindthename.com (vor allem super für intensivere Recherche über Herkunft, Häufigkeit, Bedeutung,…) und ähnliche Seiten

Drei FEHLER beim Benennen von Charakteren

Namen für Charaktere

1 Außergewöhnlich um jeden Preis

Ashrakknamurakk: Kann sich niemand merken.
Jane Melody Isabella Hawthorne-Gold: Auch kein Bringer.
Außergewöhnlich ist gut, aber bitte nicht um jeden Preis! Dein Leser sollte den Namen aussprechen können. Und dein Charakter, so besonders er auch ist, darf nicht von Geburt an mit einem besonders ungewöhnlichen Namen gekennzeichnet sein – außer das ist wirklich Teil deiner Geschichte!

2 Namen, die den Charakter deiner Buchfigur beschreiben

Meine Zehen kringeln sich, wenn die aspirierende Sängerin zuuufälligerweise »Melody« heißt. Oder die schwarzhaarige Assassine »Raven«. Vor der Geburt des Kindes weiß niemand, was es später mal machen wird oder was für einen Charakter es entwickelt. Wenn du unbedingt einen Namen mit passender Bedeutung möchtest, nimm einen, bei dem es nicht offensichtlich ist. Statt Melody passt doch Aria auch gut zu einer Sängerin, oder?

3 Namen bekannter Menschen und Figuren

NATÜRLICH gibt es mehrere Menschen mit einem Namen auf der Welt. Und natürlich kannst du nicht jeden Namen vermeiden, der jemals in einem Buch verwendet wurde. Trotzdem ist es keine gute Idee, deine Buchfigur »Harry Potter« zu nennen. Oder Frodo, Gandalf, Feyre,…
Mal ganz von eventuellen rechtlichen Problemen abgesehen – ein Großteil deiner Leser hat bei bekannten Namen eine andere Person vor Augen. Besonders, wenn dein Buch im gleichen oder ähnlichen Genre angesiedelt ist. Ein Polizeibeamter namens Harry Green sollte kein Problem sein, aber ein jugendlicher Zauberer namen Harry, egal mit welchem Nachnamen, hinterlässt kein gutes Gefühl.

Fazit

Natürlich sind meine »Regeln« nicht in Stein gemeisselt. Ich nutze sie als Richtlinien, die man auch gerne mal brechen kann. Ich lese oft, dass die Namensgebung häufig überbewertet wird, man einfach im Telefonbuch blättern und irgendeinen Namen nehmen soll. Einerseits stimme ich zu: Du musst keine perfekten Namen für Charaktere finden, mit der perfekten Bedeutung. Andererseits wird die Benennung der Charaktere oft unterschätzt, denn Namen, die falsch oder aufgesetzt klingen, die an anderen Charaktere erinnern oder es dem Leser unnötig schwierig machen, sollte man vermeiden.

markus-winkler-8-X2_qeTdlQ-unsplash

Kreativitätstechniken: Geschichten-Ideen finden mit der Würfeltechnik

Geschichten-Ideen zu finden fällt nicht jedem leicht, doch mit Kreativitätstechniken kannst du diesen ersten Schritt spannend, inspirierend und sogar witzig gestalten. Mangelt es dir an Ideen, liefere ich dir hiermit genau 3.200.000 Geschichten Ideen. Richtig gehört, über 3 Millionen Ideen, mit nur einer Kreativitätstechnik. Übrigens:  Generelle Tipps für Inspiration findest du in diesem Blogpost über Inspirationsquellen.

Was du für die Kreativitätstechnik zum Finden von Geschichten-Ideen brauchst

Kreativitätstechniken: Geschichten Ideen finden

Eigentlich: Gar nichts, abgesehen von meiner Excel Tabelle.
Du kannst den Prozess, um Geschichten-Ideen zu finden, aber auch spannender gestalten. Dafür brauchst du dann:

So geht die Würfeltechnik

Kreativitätstechniken: Geschichten Ideen finden

Um endlos viele Geschichten-Ideen finden zu können, erstellst du dir eine Tabelle mit 5 Spalten und mehreren Zeilen. Oder du verwendest einfach meine Tabelle, die du unten auf dieser Seite als Exceldokument oder zum Ausdrucken findest.
Jede Spalte enthält einen bestimmten Aspekt, wie die Welt, den Protagonisten und sein Ziel. Und daraus würfelst du dir deine Geschichte zusammen. In meiner Exceltabelle geht das ganz unkompliziert, indem du F9 drückst (eventuell musst du vorher oben in der gelben Zeile die Bearbeitung aktivieren). Dann erscheinen unter den Spalten Zufallszahlen, die dir die Zeile anzeigen. Bei einer 2 unter Spalte A (Welt) spielt deine Geschichte also in einer Uni. Die 8 unter Spalte B (Protagonist) gibt dir eine Historikerin vor. So gehst du mit allen Spalten vor, bis du eine mögliche Geschichte zusammen hast.
Übrigens kannst du so ganz fix viele Ideen sammeln: Die meisten sind totaler Blödsinn, manche bringen dich zum Nachdenken und irgendwann findest du vielleich diese eine, geniale Geschichten-Idee. Natürlich ist es mit den fünf Schlagwörtern noch nicht getan, denn zu einer richtigen Geschichte gehört noch viel mehr … aber einen Denkanstoss erhälst du definitiv!

Deine eigene Variante

Kreativitätstechniken: Geschichten Ideen finden

Wenn dir 3 Millionen Ideen nicht reichen, kannst du natürlich auch eine eigene Tabelle entwerfen. Wechsle einzelne Wörter aus oder schreibe deine komplett eigene Variante nieder.
Falls du auf handgeschrieben stehst und die Würfel in der Hand fühlen willst, druck dir einfach meine Druckversion aus. Dann verwendest du einen 20-seitigen Würfel *, machst es dir bei bequem und würfelst einen Abend lang lauter neue Storys. Deine Geschichten-Idee zu finden kann so richtig viel Spaß machen!
Ohne Würfel geht das natürlich auch, denn im Internet oder als App gibt es mittlerweile dutzende Zufallszahlen-Generatoren. So kannst du dir zum Beispiel Listen mit 60 Zeilen erstellen und brauchst keinen 60-seitigen Würfel!

Beispiel Geschichten

Um dir zu demonstrieren, was du für Geschichten-Ideen finden kannst, stelle ich dir hier 5 mögliche Ergebnisse vor:

  1. In einer postapokalyptischen Welt möchte eine verschrobene Schwertkämpferin die Königsfamilie ausspionieren, doch eine schicksalhafte Aufgabe lenkt sie in eine andere Richtung.
  2. In der perfekten Vorstadtgemeinde möchte ein lebensbejahender Hundesitter eine Weltreise antreten, doch eine Sportverletzung hält ihn davon ab.
  3. Auf dem Ozean will ein herrisches Sektenmitglied zur Arbeit fahren, doch er leidet an Amnesie.
  4. In einer Welt, in der Zeitreisen möglich sind, will ein charmanter Erfinder die Chefposition erhalten, doch leider kommt ihm der Krieg dazwischen.
  5. In einer dunklen Märchenwelt möchte eine jähzornige Prinzessin die Weltherrschaft an sich reißen, doch ihr Verlobter steht ihr im Weg.

Downloads

Die Exceltabelle findest du hier: Excel Tabelle
Die vorgefertigte Tabelle zum Ausdrucken findest du hier: Printable 1
Die leere Tabelle für deine eigenen Ideen findest du hier: Printable 2

Sonstiges

Es gibt wirklich wunderschöne Würfel mit allen möglichen Seitenzahlen! Du findest verschiedene Arten auf Amazon * oder zum Beispiel in Spielzeuggeschäften.

Wenn du noch mehr Inspiration brauchst, egal ob für die erste Idee oder um deine Geschichte auszubauen, empfehle ich dir meinen Blogpost über Inspirationsquellen!

Mit * gekennzeichnete Links sind „Affiliate Links“. Wenn du über so einen Link etwas bestellst, erhalte ich eine kleine Provision für die Empfehlung – für dich macht das absolut keinen Unterschied, du musst also nicht mehr bezahlen. Ich freue mich aber, dass ich dir ein Produkt empfehlen konnte. ?
b

Inspirationsquellen Teil 2: Neue Inspiration finden

Wenn du Inspirationsquellen und neue Inspiration finden willst, hast du bestimmt schon den ersten Teil dieses zweiteiligen Blogposts gesehen. Dort zeige ich dir die ersten fünf Inspirationsquellen, die mir immer sehr gut helfen, wenn man wieder eine Ideenflaute einsetzt.
Jetzt folgen aber die anderen 5 Inspirationsquellen, nach denen du dich hoffentlich perfekt gewappnet für deinen Roman fühlst. Viel Spaß beim neue Inspiration finden!

Zunächst noch ein kleiner Buchtipp für dich – obwohl es sich gar nicht um ein klassisches Buch handelt: der Ideenrausch-Fächer.
Mich begleitet er schon seit vielen Jahren, genau genommen seit meine Freundin Minii ihn mir während meiner Ausbildung zur Mediendesignerin geschenkt hat. Deshalb besitze ich auch noch die alte Variante, die es aktuell nur gebraucht gibt, aber eine neue Version mit 111 neuen Ideen ist auch erhältlich.
Ich liebe es, dass man einfach irgendeine Seite des Fächers aufschlagen kann, wenn man eine neue Idee braucht und es nicht nötig ist, den kompletten Fächer durchzulesen. Wobei du das natürlich auch tun kannst. 🙂

10 Inspirationsquellen für Autoren – und alle anderen!

  1. Neue Eindrücke & Details
  2. Musik & Kunst
  3. Historische Ereignisse & Andere Kulturen
  4. Viel Lesen & Hinterfragen
  5. Träumen & Gedanken
  6. Fragen & Abwägen
  7. Flohmarkt & Sperrmüll
  8. Verrückte Ideen & Abgedrehte Überlegungen
  9. Austausch & Zuhören
  10. Pausen & Erholung

6 Fragen und Abwägen

Inspirationsquelle und neue Inspiration finden

Kennst du diese Menschen, die ständig Fragen stellen wie: „Würdest du eher Hundefutter essen oder ein Katzenklo benutzen?“ oder „Wärst du lieber taub oder blind?“. Und merkst du, wie du dann automatisch anfängst, darüber nachzudenken? Über Vorteile und Nachteile, was peinlicher oder unangenehmer wäre?
Genauso kannst du dein Gehirn austricksen, um neue Inspiration finden zu können. Frag dich doch einfach mal: „Was wäre wenn….?“. Den meisten Geschichten liegt solch eine Frage zu Grunde.
Was wäre, wenn ein Polizist mitten in einer Zombieapokalypse aus dem Koma erwacht?
Was wäre, wenn sich ein Vampir in ein tollpatschiges Mädchen verliebt?
Oder was wäre, wenn ein Junge plötzlich erfährt, dass er ein Zauberer ist?
Überleg dir, was passiert oder wie du reagierst, wenn man ein ganz bestimmtes Detail in deinem Leben ändern würde. Ein nationaler Stromausfall, du siehst plötzlich Feen, deine Großmutter outet sich als Hexe,… allein durch so ein winziges Detail entstehen ganze Geschichten.

7 Flohmarkt & Sperrmüll

Inspirationsquelle und neue Inspiration finden

Flohmärkte und Sperrmüll sind wahre Fundgruben, wenn du neue Inspiration finden willst. Mir kommen meistens ganz von allein tausende Ideen auf dem Flohmarkt. Wenn du noch ein wenig Starthilfe für deine Ideenmaschine brauchst, nimm einfach mal einen alten Gegenstand in die Hand, fühl seine Oberfläche und überleg dir, wem dieses Objekt früher gehört hat und was er alles erlebt haben könnte. Du musst den Gegenstand nicht einmal kaufen – aber besonders inspirierende Objekte kannst du natürlich oft sogar für wenig Geld erstehen und zuhause immer wieder als Inspirationsquelle nutzen.
Ich habe zum Beispiel vor ein paar Monaten ein altes Quartett mit Schmetterlingsmotiven gefunden, dass ich meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt habe – aber vorher abfotografiert habe, da mir direkt eine komplette Geschichte eingefallen ist. Einfach nur durch dieses kleine Quartett für ein paar Euro!

8 Verrückte Ideen & Abgedrehte Überlegungen

Inspirationsquelle und neue Inspiration finden

Wir unterdrücken unsere Kreativität oft, indem wir uns bestimmte Gedanken und Ideen verbieten, weil sie verrückt erscheinen, unrealistisch wirken oder „eh nicht funktionieren“. So verbaust du dir selber, neue Inspiration finden zu können. Lass deine Ideen, so verrückt und unbrauchbar sie auch erst erscheinen, lieber einfach mal zu! In deinem Kopf ist alles erlaubt und später kannst du solche Ideen abwandeln, realistischer machen oder meinetwegen auch verwerfen. Doch es ist definitiv besser, aus 50 Ideen auszusortieren zu können, statt mit GAR keiner Idee dazustehen, oder?

9 Austausch & Zuhören

Inspirationsquelle und neue Inspiration finden

Als einzelner Mensch kannst du schon viel neue Inspiration finden. Aber wenn du mit anderen Leuten kommunizierst, über ihren Alltag, ihre Lebensgeschichte oder ihre Träume, wirst du in ihren Erfahrungen genauso viel neue Inspiration entdecken, wie in deinen eigenen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass JEDER irgendetwas spannendes in seinem Leben erlebt hat, aber grade ältere Menschen viel spanendes erzählen können – und wollen! Dein Opa oder deine Oma oder irgendein anderer alter Mensch den du kennst, freut sich garantiert, wenn er sich mit dir über alte Zeiten unterhält. Und du erfährst viele Dinge, in denen du neue Inspiration finden kannst.

10 Pausen & Erholung

Inspirationsquelle und neue Inspiration finden

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie WICHTIG Pausen für dich sind. Wir neigen dazu, uns wegen Unterbrechungen bei der Arbeit schlecht und faul zu fühlen. Doch es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass regelmäßige Pause die Leistung steigern.
Grade wenn man eine Schreibblockade hat, fühlt man sich jedoch besonders unfähig und unproduktiv, weshalb man noch weniger gern Pausen einbauen möchte. Aber mach dir klar, dass dein Körper dir genau dann sagt, dass er grade Pause braucht! Genauso wie der Körper dir mit Müdigkeit zeigt, dass er Ruhe benötigt, zeigt er dir mit einer Schreibblockade, dass du dir jetzt erstmal Zeit für Erholung gönnen solltest. Und um neue Inspiration finden zu können!

Neue Inspiration finden – wie machst du es?

Ich hoffe, meine 10 Inspirationsquellen und Ideen, wie du neue Inspiration finden kannst, helfen dir ein wenig auf deinem Weg zum eigenen Buch. Mir hilft es immer enorm, auch Inspirationsquellen von anderen zu erfahren. Deshalb freue bestimmt nicht nur ich mich, wenn du mir und den anderen Lesern deine Tricks verrätst. 🙂

Merken

a

Inspirationsquellen Teil 1: Im Alltag Inspiration finden

Wenn du mal wieder in einer Schreibblockade gefangen bist, kann es helfen, neue Inspirationsquellen zu finden. Fehlen die Ideen, fühlen wir uns unkreativ und unproduktiv. Inspiration zu finden ist jedoch gar nicht schwer und kann von JEDEM Menschen gelernt werden, auch wenn du dich für unkreativ hältst. Inspiration steckt nämlich überall und kostet dich keinen Cent. Und je öfter du die Augen aufmachst, um Inspiration finden zu können, desto mehr Inspirationsquellen entdeckst du, ganz von allein, jeden Tag.
Ich verspreche dir, bald hast du einen Notizblock oder mehrere Handymemos voller Ideen und Inspiration! 🙂

10 Inspirationsquellen für Autoren – und alle anderen!

inspirationsquellen inspiration finden

In diesem Blogpost geht es mit den ersten 10 Inspirationsquellen los, mit denen du ganz einfach Inspiration finden kannst:

  1. Neue Eindrücke & Details
  2. Musik & Kunst
  3. Historische Ereignisse & Andere Kulturen
  4. Viel Lesen & Hinterfragen
  5. Träumen & Gedanken

1 Neue Eindrücke und Details

wie schreibt man ein buch

Im Grunde ist diese Inspirationsquellen die Quintessenz aller anderen Punkte, wie du Inspiration finden kannst. Öffne deine Augen für neue Eindrücke und besonders deren Details, die du momentan vielleicht einfach nur wahrnimmst und wieder vergisst. Museen, Ausstellungen, die Natur, Bücher, Vorlesungen, Reisen, eigentlich in all dem was du erlebst und erfährst lauert Inspiration auf dich.
Sieh eine langweilige Vorlesung nicht als nervige Pflicht, sondern ziehe aus jedem noch so kleinen Detail Ideen! Ich saß schon in mehreren Seminaren, die oberflächlich betrachtet total öde waren und in dem jede Woche weniger Studenten saßen. Und ich habe es GELIEBT, weil ich neue Begriffe, Konzepte und Ideen kennengelernt habe. Beim Mitschreiben notiere ich mir immer am Rand die Dinge, die ich für meine Geschichten nutzen will.

2 Musik & Kunst

Inspirationsquellen Inspiration finden

Musik hören viele beim Schreiben, da sie eine bestimmte Stimmung erzeugt. Je nach Genre oder Geschehen nutze ich verschiedene Musikrichtungen, um mich beim Schreiben inspirieren zu lassen. Musik kann aber noch mehr! Hör Lieder einfach mal nicht nur nebenbei, sondern ganz intensiv. Beschäftige dich mit den Hintergründen eines Songs, denn grade da liegt oft viel Inspiration versteckt. Vielleicht findest du auch eine Liedzeile, die für dich eine deiner Inspirationsquellen werden kann?
Genauso kannst du Kunst nutzen, um neue Ideen zu triggern. Museen sind eine gute Anlaufstelle, aber auch Graffitis, Kritzeleien auf Schul- und Unitischen und Webseiten wie Deviantart oder Pinterest.
Wichtig ist auch hier, dass du nicht bei dem bleibst, was du magst oder wo du dich wohl fühlst. Schau dir Unbekanntes an, hör Musik, die dir vielleicht gar nicht gefällt, weil du genau dann ganz neue Eindrücke findest.

3 Historische Ereignisse & Andere Kulturen

Inspirationsquellen Inspiration finden

Eine meiner liebsten Inspirationsquellen sind Geschichte und Kulturen. Historische Romane kennst du bestimmt, denn die Vergangenheit bietet unfassbar vielseitiges Material. Doch du musst nicht in diesem Genre schreiben, um in Vergangem Inspiration finden zu können. Vielleicht inspiriert dich die Geschichte einer bestimmten historischen Persönlichkeit zu deinem nächsten Protagonisten – oder zur Antagonistin?
Auch andere Kulturen bieten tollen Stoff, der wie gemacht ist zur Inspirationsquelle. Anstatt eine komplette Kultur zu übernehmen, fokussiert dich auf kleine Details. Ein Ritual, Göttermythologien, Bauwerke, Aspekte aus dem Alltag oder ähnliches können ein toller Ausgangspunkt für Geschichten sein.
Am liebsten stöbere ich einfach auf Wikipedia. Grade durch die Hyperlinks auf andere, speziellere Wikipedia-Einträge stößt man auf Informationen, die Gold wert sind!

4 Viel Lesen & Hinterfragen

Dein Buch Schreiben deinbuchschreiben deinbuchschreiben.de

So wie ein Koch immer wieder Gerichte probieren muss, musst du viel lesen, um deine eigenen Geschichten zu schreiben. Dabei kannst du in anderen Geschichten auch Inspiration finden, zum Beispiel indem du dir überlegst, was eine Szene oder die gesamte Geschichte NOCH besser machen würde. Vielleicht hast du sogar selbst mit Fanfictions angefangen zu schreiben, weil du genau solche Gedanken hattest!
Natürlich darfst du dich nur inspirieren lassen, statt etwas zu klauen. Aber vielleicht gefällt dir die Atmosphäre in einer bestimmten Szene oder du bist der Meinung, aus dem Konflikt eines Charakters könnte man noch viel mehr machen, dann nimm das ruhig als Ausgangspunkt für eine ganz andere, neue Geschichte in einem komplett anderen Setting, mit anderen Charakteren und Hintergründen.

5 Träume & Gedanken

Inspirationsquellen Inspiration finden

Viele Autoren bekommen die besten Ideen im Schlaf. Deine Träume sind pure Inspiration, denn dort können deine Gedanken sich völlig frei entfalten. Falls du nicht träumst oder dich nicht an deine Träume erinnerst, kannst du auch einfach den dämmrigen Halbschlafzustand nutzen, um dir Geschichten oder Szenen auszudenken. Wenn du deine Gedanken frei schweifen lassen kannst, kommen automatisch neue Idee. Überleg dir dann zum Beispiel eine Traumwelt, in der du gerne leben würdest.
Mein allerwichtigster Tipp ist: Leg dir ein Notizheft neben dein Bett oder den Handy griffbereit auf den Nachttisch. So kannst du jeden Idee, jeden Gedanken notieren – und das solltest du wirklich tun! Denn auch wenn du denkst, du kannst dir die Idee merken – 90% wirst du wieder vergessen. Für mich ist es mittlerweile schon so normal, dass ich fast jede Nacht aus einem Traum aufschrecke, alles halbwegs leserlich notiere und mich dann wieder hinlege. 😀

Noch mehr Inspiration finden

Freu dich auf den zweiten Teil meines Inspirationspost, denn dort zeige ich dir 5 weitere Inspirationsquellen, die du ganz einfach nutzen kannst!

Merken

wie schreibt man ein buch

Ein Buch schreiben: Erste Schritte zu deiner Geschichte

Wenn du dich fragst, wie du überhaupt anfangen sollst, wenn du ein Buch schreiben willst, hast du das gleiche Problem wie viele andere auch. Egal ob es ums Bücherschreiben oder ganz andere Projekte geht. Das Anfangen ist eine der größten Hürden.

Wie oft hast du dich schon ewig vor Dingen gedrückt, weil du dachtest, es ist so schwierig oder klappt sowieso nicht? Doch sobald du anfängst und in den Fluss kommst, ärgerst du dich über dich selbst, weil du es so lange vor dir hergeschoben hast. Deshalb habe ich in diesem Blogpost fünf Schritte zusammengefasst, an denen du dich entlanghangeln kannst, wenn du dein Buch schreiben willst.

Ein Buch schreiben in 5 Schritten

Folgende Schrite sind notwendig, um ein Buch zu schreiben:

  1. Idee
  2. Recherche
  3. Zielsetzung & Planung
  4. Charaktere & Plot
  5. Schreiben

Da du ja überhaupt das Bedürfnis hast, ein Buch zu schreiben, wirst du in einem der fünf Punkte bereits Fortschritte gemacht haben. Hast du eine spannende Idee, aber weißt nicht, wie du diese umsetzen sollst? Bist du auf etwas spannendes gestoßen, aber weiß nicht, wie du das zu einem Manuskript ausbauen kannst? Hast du ein gewisses Ziel, zum Beispiel durch eine kreative Schreibaufgabe aus Schule und Uni? Ist dir dieser ganz besondere Charakter eingefallen, der/die nun ein passende Story braucht? Oder hast du kleine Textschnipsel, die zu etwas größerem werden sollen? Du merkst also, du fängst überhaupt nicht bei Null an – sondern hast eine Basis aus Idee, Recherche, Ziel, Charakteren oder Textschnipseln, auf der du dein Buch aufbauen und die anderen Punkte abarbeiten kannst.

1 Die Idee

wie schreibt man ein buch

Vielleicht befindest du dich in einer dieser beiden Lagen

  1. Du hast keine Ahnung, was du schreiben sollst, oder
  2. Du hast bereits eine Idee.

Keine Idee?

Wie schreibt man ein Buch, wenn man absolut keine Idee hat? Am besten fragst du dich zunächst, warum du keine Idee hast und trotzdem ein Buch schreiben willst. Denn dass dir bisher die passende Idee fehlt, kann einige Gründe haben.

Manche würden vielleicht behaupten, ohne Idee fehlt dir das Zeug zum Autor, weshalb du lieber direkt aufgeben solltest. Aber es gibt ja einen Grund, warum du hier gelandet bist – du willst ein Buch schreiben. Es fehlt nur die zündende Idee. Wenn du dir also sicher bist, dass du ein Buch schreiben willst,  suche aktiv nach DER Idee!

Vielleicht kennst du das Problem, das ich eigentlich immer habe: Zu viele Ideen. Ich schäume episodenweise gradezu über vor Ideen und Geistesblitzen – und weiß nicht, welche ich davon umsetzen soll. Da hilft es, dich wirklich festzulegen, statt an tausenden Geschichten gleichzeitig herumzuwerkeln. Die „richtige“ Idee erkennst du daran, dass sie dir wochenlang nicht aus dem Kopf geht, dich so sehr fesselt, dass du kaum über etwas anderes nachdenken kannst. Dir können natürlich trotzdem auch andere Buchideen kommen – notier sie dir, und scheuch sie dann erstmal weg.

Inspiration für neue Ideen

Wenn dir wirklich aktuell gar keine Idee einfällt, ist die einzige Möglichkeit, dich ordentlich mit Inspiration zu erfüllen. Geh raus, beobachte, besuche Museen und Ausstellungen, hör Musik, lies Unmengen an Büchern, stöbere in wissenschaftlichen Büchern. Mach all das, was dich auf neue Gedanken bringt. Irgendwann kommen die Ideen ganz von allein, wenn du offen bleibst und dich nicht zu sehr unter Druck setzt!
Manchmal hilft es auch, sich einfach erstmal auf ein bestimmtes Genre oder Sachbuch festzulegen! Oder du stellst dir eine „Was wäre, wenn…“-Frage. Beobachte eine Alltagssituation und frage dich was passiert, wenn ein Detail geändert wird.
Was wäre, wenn es plötzlich keine Autos mehr gäbe?
Oder was wäre, wenn alle Menschen blind wären?
Was wäre, wenn…. – dir fällt bestimmt eine interessante Frage ein, die deine Vorstellungskraft ganz von allein ankurbelt. 🙂

Idee vorhanden

Du hast schon eine Idee, die dich über Wochen fesselt, die gar nicht anders kann, als aufgeschrieben zu werden? Glückwunsch, Schritt 1 ist geschafft!
Jetzt musst du deine Idee ausarbeiten.
Lass sie immer wieder Runden in deinem Kopf drehen und spinn weiter an ihr herum. Mindmaps und Kreativitätstechniken können dabei helfen, aber auch Inspiration aus deinem Alltag. Wenn du in der Bahn sitzt und dir ein Plottwist einfällt, schreibe ihn auf. Egal ob du dir eine Notiz im Handy machst oder auf eine Serviette kritzelst. Jede klitzekleine Idee zu deinem Buch MUSST du notieren!

2 Recherche

wie schreibt man ein buch

Der vermutlich am öftesten weitergegebene Tipp für angehende Autor*innen ist: Schreiben, Schreiben, Schreiben. Das stimmt definitiv, aber ich finde es genau so wichtig, bevor und während du schreibst Aspekte deiner Geschichte zu recherchieren. So kannst du deine Ideen überprüfen und findest sogar oft neue, weiterführende Ideen.

Recherche ist das A und O, um deine Geschichte glaubwürdig werden zu lassen. Ja, auch in Fantasy und Science Fiction Werken! Auch in solchen Settings müssen Dinge Sinn ergeben. Wenn du beispielsweise über Voodoo schreiben willst, musst du das auch haargenau recherchieren – wenn du dir einfach irgendwas ausdenkst, von dem du glaubst, dass es irgendwie mit Vodoo zu tun hat, kann das ganz schön nach hinten losgehen! Viele Leser*innen verzeihen einem Ungenauigkeiten und Fehler nicht, also solltest du Themen gut recherchieren oder Abweichungen von unserer Realität plausibel machen.

Recherchen führen häufig auch dazu, dass du weitere Aspekte findest, die du für deine Geschichte nutzen kannst. Ich liebe es zum Beispiel, auf Wikipedia zu stöbern. Denn auch wenn Wikipedia natürlich keine besonderss (wissenschaftlich) verlässliche Quelle ist – die Querverweise in manchen Artikeln haben bei mir schon oft neue Ideen gezündet!
So baust du ganz einfach nebenbei deine Story aus und lernst gleichzeitig noch neue Fakten kennen!

3 Charaktere und Plot

wie schreibt man ein buch

Der Plot ist sozusagen der Handlungsablauf deiner Geschichte, also einfach alles, was in deinem Buch passiert. Bei einem Sachbuch entspricht das der Gliederung, dem Inhalt, den du erzählen willst.
Die Charaktere werden eingeteilt in Protagonisten, Antagonisten, Hauptcharaktere und Nebencharaktere. Die ersten drei musst du sehr gut kennen, zum Beispiel in dem du einen Charakterogen benutzt, die Nebencharaktere können etwas flacher bleiben – sollten aber dennoch glaubwürdig und realistisch sein! Bei Sachbüchern fallen Charaktere in den meisten Fällen weg.

Alle Autor*innen gehen diese beiden Punkte unterschiedlich an. Dabei wird der Fokus entweder auf die Geschichte, also den Plot, gelegt oder auf den Protagonisten (und die Hauptcharaktere).
Man kann eine Geschichte meist in eine der beiden Kategorien einteilen:

  • character-driven
  • plot-driven

Meistens überschneidet sich die Art, eine Geschichte zu planen, damit, wie die Geschichte aufgebaut ist. Wenn jemand also eine charakter-basierte Story schreibt, werden auch zunächst die Charaktere ausgefeilt, bevor es an den Plot geht. Genauso andersherum, wenn der Plot im Vordergrund steht, wird auch dieser zuerst geplant und die Charaktere dann der Story auf den Leib geschneidert.

Mischform aus character- und plot-driven

Natürlich gibt es nicht nur diese beiden Extreme. Ich denke, die meisten Autoren bearbeiten beides relativ parallel, weshalb ich diese Aspekte zu einem Punkt zusammengefasst habe.

Vielleicht hast eine Idee zum Plot, gestaltest dann einen Charakter aus, der ein Eigenleben entwickelt und die Story nochmal total umwirft. Oder du hast einen ganz bestimmten Charakter vor Augen, der nach einer Geschichte schreit – und während du plottest fallen dir die weiteren Charaktere ein.

Du kannst frei entscheiden, ob du Charaktere oder Plot zuerst erarbeitest oder eine Mischform wählst. Wichtig ist, dass beides zueinander passt wie Topf und Deckel. Das schaffst du nur, indem du immer wieder an beiden Baustellen arbeitest!

4 Zielsetzung & Planen

wie schreibt man ein buch

Sich Schreibziele zu setzen oder einen Schreibplan zu entwerfen ist nichts für jeden Autor. Einige möchten einfach nur ein Buch schreiben, ohne sich eine Deadline zu setzen. Es kann auch sein, dass dich ein Schreibplan total einengt und du gar nichts mehr schreibst, aber das musst du einfach ausprobieren. Mir hilft es EXTREM, Ziele zu setzen und einen Plan zum Schreiben zu entwerfen. So schaffe ich es, immer am Ball zu bleiben.

Zielsetzung

Das bedeutet einerseits, dass ich mir Schreibziele setze, bis wann ich was fertig haben möchte. Das könnten zum Beispiel folgende Ziele sein:

  • 500 Wörter pro Tag
  • eine Seite pro Tag
  • Ende Januar veröffentlichen
  • ein Kapitel pro Woche
  • 1 Buch pro Jahr

Diese Ziele kann man eventuell auch in kleinere Unterziele einteilen, zum Beispiel eine bestimmte Anzahl an Zeichen am Tag als Unterziel für ein Kapitel pro Woche. Kleine, einfach zu erreichende Ziele motivieren dich, weil du schnell Erfolgserlebnisse hast!

Schreibplan

Planen bedeutet für mich, den Plot genau in einzelne Szenen aufzubröseln, sodass ich wirklich immer weiß, was ich als nächstes Schreibe. Für manche ist das zu strikt und stört in der Kreativität – ich kann so hingegen am kreativsten und produktivsten sein. Ich bin eine Plotterin durch und durch. Für mich ist eine genaue Szenenstruktur essentiell, um zu wissen, wie ich mein Buch schreibe. Ich weiß immer genau, wo ich mit meinen Szenen hin muss und kann mich ganz darauf konzentrieren, die Szenen auszuarbeiten.

Andere Autor*innen sind so genannte Pantser, die einfach drauflosschreiben, entweder mit gar keinen oder nur sehr wenigen Wegpunkten, auf die sie in ihrer Geschichte hinarbeiten. Früher habe ich auch so gearbeitet und nie ein Buch beendet – das heißt aber nicht, dass die eine oder andere Methode besser ist. Es gibt genug Autor*innen, die mit dem einfach Drauflosschreiben sehr erfolgreich sind!

Probier auch hier einfach aus, welche Variante sich für dich richtig anfühlt!
Es kommt auch ein wenig auf deine Intention an: Willst du ein Buch veröffentlichen, ist Plotten bestimmt nicht die schlechteste Idee. Schreibst du, um dir Dinge von der Seele zu schreiben oder einfach um des Schreiben willens, ist Plotten vielleicht eher hinderlich. Aber wie gesagt, auch hier gilt, alles kann, nichts muss, und du kannst auch immer eine Variante zwischen den beiden Extremen wählen – finde DEINEN Weg zu DEINER Geschichte! Schon bald fragst du dich nicht mehr, wie schreibt man ein Buch, sondern wie schreibe ich MEIN Buch! 🙂

5 Schreiben

NATÜRLICH ist das wichtigste tatsächlich das Schreiben. Ganz egal wie du recherchierst, Charaktere planst und plottest – die Geschichte nimmt erst Form an, wenn du wirklich schreibst. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Satz für Satz.

Mir ist aufgefallen, dass mich Korrekturen während des Schreibens extrem aufhalten. Wenn du einen Satz schreibst und diesen dann 5 Mal neu schreibst, hast du genau EINEN Satz geschrieben. In der gleichen Zeit hättest du eine halbe Seite oder mehr schreiben können. Nach dem Schreiben fällt das Korrigieren deutlich leichter und du schaffst in der gleichen Zeit viel mehr, ohne Qualität zu verlieren.
Merke dir: Die Korrektur kommt immer NACH dem Scheiben. Nach einem Kapitel meinetwegen oder nach einem Akt, aber immer erst dann, wenn du mindestens eine Nacht drüber geschlafen hast. Ich gehe mittlerweile so weit, dass ich sämtliche Tipp- und Schreibfehler ignoriere. Manche Textstellen muss ich später regelrecht entziffern, aber ich schaffe einfach so viel mehr, seit ich nicht mehr jeden Satz doppelt- und dreifach anzweifle.

Ich gebe ungern Tipps, bei denen ich sage, du musst das so und so machen. Sicherlich gibt es Autoren, die besser schreiben, wenn sie an jedem Satz feilen, bis er perfekt ist. Aber wenn es einen Tipp gibt, den ich dir mit auf den Weg geben will, ist es dieser: Probier aus, einfach nur zu schreiben, ohne über den letzten Satz nachzudenken, ohne zu korrigieren. Ich wette, wenn du es schaffst, den inneren Kritiker auszustellen (was etwas dauern kann), kommst du in einen absoluten Schreibflow. Und wenn nicht, kannst du weiterhin beim direkten Korrigieren bleiben. 🙂

Ein Buch schreiben – so wie es für dich am besten funktioniert

Hoffentlich konntest du einige hilfreiche Tipps mitnehmen und vor allem feststellen, dass es nicht die EINE Art gibt, wie man ein Buch schreibt.

Hast du selber Tipps für die anderen Leser oder siehst etwas total anders als ich? Dann freue ich mich auf deinen Input! Schreib gern einen Kommentar für mich und die anderen oder werde Teil unserer Facebook-Gruppe! 🙂

Falls du eine kleien Gedächtnisstütze für später brauchst, lade dir gern die folgende Übersicht herunter – oder pinne sie auf Pinterest! So hilfst du auch anderen, diesen Blogpost zu finden. 🙂

Wie schreibt man ein Buch? 5 erste Schritte zu deiner Gechichte. Den ganzen Blogpost findest du auf www.deinbuchschreiben.de.

Merken

Merken

Merken

logan-armstrong-KWS33gX4cJk-unsplash1

Charakterbogen als Download: So entwirfst du lebhafte Charaktere

Ein Charakterbogen oder auch englisch Character Sheet wird vor allem bei Pen & Paper Rollenspielen verwendet. Auf ihm werden die Hintergrundgeschichte, aber auch Attribute, Fähigkeiten, Gegenstände und so weiter eines fiktionalen Charakters festgehalten. Als Autor kann man einen Charakterbogen jedoch auch wunderbar nutzen.

Pro Charakter legst du einen Charakterbogen an und füllst diesen mit relevanten (und irrelevanten) Notizen zu Aussehen, Charakter, Lebensgeschichte, Stärken & Schwächen und vielem mehr. Warum auch für deine Geschichte unwichtige Fakten eine Daseinsberechtigung auf dem Character Sheet haben, erfährst du weiter unten.

Darum brauchst du einen Charakterbogen

Ich glaube eine der größten Ängste eines jeden Autors ist es, den Überblick zu verlieren und sich mit Charakteren, Schauplätzen und Gegenständen total zu verzetteln. Um den Überblick über all deine Charaktere zu behalten, bietet sich ein Charakterbogen pro Charakter daher an. Du kannst jedes noch so kleine Detail eines Charakters festhalten, damit dein Protagonist im Verlaufe der Geschichte nicht mal blaue, mal grüne und mal braune Augen hat. Oder noch schlimmere Fehler, die die Kontinuität der Geschichte zum Einbruch bringen.

Meiner Meinung nach noch viel wichtiger ist, dass dir ein Charakterbogen dabei hilft, deine Charaktere richtig kennenzulernen. Je mehr Charakterzüge, biographische Details, Hobbys und Marotten du von deinem Charakter kennst, desto lebendiger wird er. Und über einen lebendigen Charakter, den du sehr gut verstehst, kannst du besser schreiben.
Du kannst viel besser einschätzen, wie deine Figur in einer bestimmen Situation reagiert, wenn du mehr über ihn weißt, oder? Ich wette du weißt genau, was deine Mutter tun würde, wenn sie einen Platten hat. Aber weißt du auch, wie Herbert aus der IT-Abteilung, den du einmal in zwei Wochen siehst, reagieren würde?

Diese Charakterbogen-Varianten gibt es

Charakterbogen

Es gibt unzählige Charakterbögen im Internet, die nur darauf warten heruntergeladen und ausgefüllt zu werden. Alle konzentrieren sich auf verschiedene Merkmale und es liegt an dir auszuwählen, welcher sich für deine Bedürfnisse am besten eignet. Ich habe meinen Charakterbogen selbst aus den Aspekten, die mir wichtig sind, zusammengeschustert. Gern kannst du meinen Bogen weiter unten herunterladen und verwenden!

Ausdruck oder Digital?

Charakterbogen Character Sheet

Ich selber schreibe sehr gern handschriftlich und mag prall gefüllte Ordner mit toller Ordnung und Farbmakierungen. Dennoch habe ich mich dazu entschieden, einen Schritt in Richtung papierloses Büro zu machen.
Für mich hat ein Charakterbogen auf dem Computer sehr viel mehr Vorteile:

  • Platz
  • Umwelt
  • Übersichtlichkeit
  • Änderungen

Dass es nicht gut für die Umwelt ist, wenn du 10 oder 20 oder noch mehr Charakterbogen auf Papier ausdruckst, wird dir klar sein. Doch auch für deine Wohnung sind handschriftliche Charakterbögen eine kleine Belastung – wer verstellt sich seine Wohnung schon gern mit Ordnern?
Zusätzlich sind Charakterbögen auf dem Computer deutlich übersichtlicher. Du musst nicht erst dicke Mappen durchforsten, sondern siehst alle Dateien auf einem Blick.
Für mich am wichtigsten ist jedoch, dass du IMMER Änderungen vornehmen kannst. Löschungen, neue Informationen, Aspekte die sich mitten in der Story ändern, all das ist problemlos möglich. Auf Papier sehen solche Änderungen eher unschön aus. Außerdem passt sich dein Bogen den Informationen an. Es gibt niemals Platzmangel oder leere Zeilen, denn du kannst ja ganz einfach neue Zeilen hinzufügen!

So verwendest du den Charakterbogen

Sehr wichtig ist, dass nicht alle Informationen aus dem Charakterbogen in deiner Geschichte vorkommen müssen. Ganz im Gegenteil, den Leser interessiert nicht jedes noch so kleine Detail, jedoch musst DU ganz genau wissen, wie groß dein Charakter ist, welche Augenfarbe er hat und wie er seinen Kaffee am liebsten trinkt. Denn nur durch diese unwichtigen Details wird dein Charakter menschlich. Nur wenn du genau weißt, wie er in welcher Situation reagiert, kannst du einen glaubhaften Charakter schreiben.

Bitte sieh Charakterbögen, egal ob du meinen verwendest oder dich für einen anderen entscheidest, immer nur als Vorlage an. Vielleicht sind in deiner Welt Berufe völlig unwichtig – lass diesen Punkt dann weg. Bei dir haben Menschen bestimmte Auren? Dann müssen Informationen zur Aura einer Person in den Charakterbogen.

Außerdem, und dabei habe ich mich selbst lange schwer getan, muss dein Charakterbogen praktisch sein – und nicht hübsch! Ich wollte mit schönen Schriften und Grafiken arbeiten, aber im Endeffekt nimmt das nur Platz und Übersichtlichkeit weg. Der beste Charakterbogen (für Autoren) ist minimalistisch und bringt so viele Informationen wie möglich auf wenigen Seiten unter.

Mein Charakterbogen zum Download

Charakter Bogen

Ich habe für dich zwei Varianten meines Charakterbogens zum Download bereit gestellt. Einmal die normale, leere Variante und dazu einen Charakterbogen mit Hilfestellungen zu jedem einzelnen Punkt! Diesen erklärten Charakterbogen lege ich dir sehr ans Herz, denn hier erhälst du viele Anregungen, um deine Charaktere noch vielschichtiger zu gestalten. So ist zum Beispiel wichtig, dass du beim Punkt Haare nicht einfach schreibst „Braun, Lang“. Das sagt ABSOLUT NICHTS über deinen Charakter aus. Meine Hilfestellungen zum Punkt Haare lautet wie folgt:

Haarfarbe, aber auch Haarbeschaffenheit (glatt, lockig, kraus, dick oder dünn, spärlich,…), Länge, Gepflegtheit (fettig oder vor Conditioner strahlend?). Auch gern welche Frisuren bevorzugt werden – praktisch als Zopf, verführerisch in Wellen gelegt,… Sind die Haare gefärbt? Ist die Haarfarbe ungewöhnlich in deiner Welt?

Du siehst also, es gibt zu jedem Punkt einiges zu beachten.

Download: Leerer Charakterbogen

Download: Charakterbogen mit Hilfestellungen

Viel Spaß mit dem Charakterbogen und ganz viel Erfolg mit deinem Buch! 🙂

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Self Publishing Erfahrungen

Meine Self Publishing Erfahrungen: So habe ich mein erstes Buch veröffentlicht

Ich möchte meine Self Publishing Erfahrungen mit dir teilen, da wir unser erstes Buch erfolgreich veröffentlich haben, OHNE Ewigkeiten nach einem Verlag zu suchen.

Self Publishing hat trotzdem noch einige Kritiker – die nicht ganz unrecht haben. Wieso ich Self Publishing trotzdem JEDEM empfehle, der ein eigenes Buch veröffentlichen möchte und gewillt ist, viel Energie und Liebe in sein Projekt zu stecken, aber vor allem auch Kritik anderer anzunehmen, erfährst du hier.

Was ist Self Publishing

Self Publishing Erfahrungen

Es gibt verschiedene Plattformen, die Self Publishing anbieten. Statt dein Manuskript an diverse Verlage zu schicken und zu hoffen, dass du irgendwo angenommen wirst (was auch mal einige Monate oder sogar Jahre dauern kann), kannst du dein Buch „einfach so“ hochladen und als E-Book oder Print veröffentlichen. Das klingt natürlich erst mal verlockend – ist es auch – aber bringt natürlich auch einige Gefahren mit sich.

Die meisten Plattformen kümmern sich dann darum, dass dein Buch auf Amazon und in anderen Shops gelistet wird, das heißt dort verkauft wird. Dein Buch wird man dann auch bei Thalia und Co bestellen können, sogar im Laden in der Innenstadt! Du musst dir also keine 2000 Bücher kaufen und sie selber an den Mann bringen. Die Self Publishing Plattformen drucken erst, wenn das Buch gekauft wird und kümmern sich dann um den Versand und so weiter.

Stehen Self Publisher Bücher im Laden?

Meine Self Publishing Erfahrungen zeigen, dass dein Buch höchstwahrscheinlich nicht irgendwo im Laden stehen wird, sondern einfach nur bestellbar ist. Ich habe nur von ein paar Büchern gehört, die tatsächlich im Buchladen stehen. Bedenke auch, dass nicht jedes Verlagsbuch im Laden steht – ganz im Gegenteil. Als Self Publisher liegt dein Augenmerk definitiv auf dem Internet – dort bist du aber wirklich in so gut wie jedem Shop vertreten. Und kannst sogar selbst noch an kleinere Seiten verkaufen oder deinen eigenen Webshop mit deinen Büchern eröffnen (dabei ist die Marge dann teilweise sogar noch höher als über Amazon und Co).

Meine Self Publishing Erfahrungen

Self Publishing Erfahrungen

Mach dich auf jeden Fall ABSOLUT VERTRAUT mit Self Publishing, bevor du dein Buch angehst. Lies alles durch, was geht. Such dir verschiedene Quellen (sehr beliebt ist die Webseite Selfpublisherbibel, da haben wir uns auch immer wieder informiert und tun das auch heute noch oft).

Beschäftige dich mit Lektorat und Marketing, mit Coverdesign.
Auch wenn es erst mal nach „einfach so hochladen“ klingt, und im Grunde der letzte Schritt auch so einfach ist, wie es klingt – es ist ein riesiger Haufen Vorarbeit notwendig, wenn du Erfolg haben willst!

Wir waren uns am Anfang sehr unsicher, ob wir überhaupt 10 Bücher verkauft bekommen. Deshalb haben wir so gut wie kein Kapital in unser Erstwerk gesteckt, sondern stattdessen dreimal so viel Arbeit.
Zum Glück sind wir beide Mediendesigner und hatten mit der Cover- und Innengestaltung keine Probleme. Für unser nächstes Buch werden wir aber definitiv in ein richtiges Lektorat investieren. Wir haben das Buch zwar von so ziemlich allen Menschen, die wir kennen, Korrekturlesen lassen, aber das ersetzt einfach kein professionelles Lektorat. Bei einem Kochbuch mag das noch in Ordnung sein, denn die Texte sind eben Rezepte und literarisch nicht sonderlich anspruchsvoll. Aber eigentlich sollten selbst diese kurzen Texte lektoriert werden.

Jetzt da wir wissen, wie viele Einnahmen wir machen können, werden wir definitiv bei jedem weiteren Buch ein Lektorat in Anspruch nehmen. Auch bei Kochbüchern! Das ist halt einer der vielen kleineren und größeren Fehler, die wir gemacht haben – aber so sammelt man Self Publishing Erfahrungen. Ich glaube, das geht jedem Self Publisher so.

Auf der Leipziger Buchmesse haben wir ganz frech eine andere Self Publishing Kochbuchautorin nach ihrem Vortrag gefragt, wie viele Bücher sie denn so im Monat verkauft – dass wir ungefähr doppelt so viele verkaufen, hat uns auf jeden Fall gezeigt, dass wir etwas richtig machen. Und definitiv weitere Self Publishing Erfahrungen machen wollen – als nächstes mit meiner ersten eigenen Dystopie!

Ich bin auf jeden Fall extrem froh, dass wir die Möglichkeit des Self Publishing ausprobiert haben. Jetzt weiß ich, dass es funktioniert!

Vorteile von Self Publishing

1. Veröffentlichung: Viele mache ihre ersten Self Publishing Erfahrungen, weil sie keine Lust (mehr) haben, monate- oder sogar jahrelange nach einem Verlag zu suchen. Du kannst dein Buch direkt veröffentlichen, musst dich nicht von Absagen über Absagen abschrecken lassen und kannst sogar in extrem kurzen Zeitabständen veröffentlichen. Du musst nicht abwarten, bis du einen Platz in einem Verlagsprogramm bekommst, sondern kannst immer dann veröffentlichen, wann du willst.
2. Freiheit: DU hast das letzte Wort, wenn es um dein Buch geht. DU entscheidest, wie dein Cover aussehen soll, wer korrigiert, wie dein Text formatiert wird, wo verkauft wird, wie du für dein Buch wirbst. Wenn du unbedingt willst, kannst du sogar einen postapokalyptischen Liebesthriller im 15. Jahrhundert mit Mäusen als Protagonisten schreiben – und kein Verlag lehnt dich ab, weil dein Genre nicht ins Programm passt.
3. Gewinn: als Selfpublisher bekommst du tatsächlich prozentual mehr vom Bucherlös ab, wenn du deine Preise vernünftig gestaltest. Vor allem, wenn du deine Bücher direkt selber kaufst, hast du ziemlich hohe Margen, die du als Verlagsautor nicht erreichen würdest.
4. Nähe zu den Lesern: Das ist mir erst vor kurzem aufgefallen, vor allem bei der Self Publisherin Laura Newman, deren Videoreihe uns dazu ermutigt hat, eigene Self Publishing Erfahrungen zu machen. Sie steht durch ihre Videos, Instagram und Webseite und durch die Art, mit der sie kommuniziert, in einem sehr engen Verhältnis zu den Lesern. Irgendwie weniger anonym, fast schon wie ein kleiner, familiärer Club.

Nachteile von Self Publishing

1. Schlechter Ruf: Self Publishing hat meiner Erfahrung nach (noch) keinen sehr guten Ruf. Und das meiner Meinung nach nicht einmal unbedingt grundlos. Es häufen sich natürlich einfach lieblose Werke, unkorrigierte Texte und grausige Cover. Das liegt daran, dass viele Autoren Self Publishing als einen einfachen, problemlosen Weg ansehen, ordentlich Kohle zu machen. Und sich nicht darüber im klaren sind, dass man ARBEIT UND LIEBE in sein Buch stecken muss.
Ich kann dir nur ans Herz legen, diesen Fehler nicht zu machen.
2. Verantwortung: Du bist extrem frei und unabhängig, was sämtliche Aspekte deines Buchs betrifft. Das ist aber auch ein Nachteil, denn dadurch bist du allein für den Erfolg deines Buches verantwortlich. Dir ist absolut freigestellt, ein 8 Seitiges Taschenbuch in einem gigantischen Großformat zu veröffentlichen. Wenn das aber niemand kauft, weil es in kein Regal passt, musst DU damit leben. Du hast vielleicht viel Geld in dein Projekt gesteckt und wenn es nichts wird, hast du eben, so blöd es auch ist, Pech gehabt.
3. Kosten: Ich nehme an, du willst ein qualitativ hochwertiges Buch veröffentlichen. Das ist meistens mit einigen Kosten verbunden, die du dir als Verlagsautor sparen würdest. Professionelles Lektorat und Cover kosten mehr, als man als Laie meistens vermutet. Ich rate dir aber, trotzdem das Geld zu investieren und auch nicht irgendeinen Möchtegern-Designer, der ein Semester Mediendesign studiert und dir für 20 Euro ein Billigcover hinklatscht zu engagieren.
4. Weniger Verkäufe: Die wenigsten Berichte über Self Publishing Erfahrungen nennen Verkaufszahlen. Auch wir wollen damit noch nicht öffentlich gehen, bis wir längerfristige Zahlen haben mit verschiedenen Genres und Buchtypen. Ich würde aber fast meine Hand ins Feuer legen, dass diese eigentlich bei jedem Self Publisher deutlich unter den Durchschnittlichen Verkaufszahlen eines Verlagsbuches liegen. Ein Verlag hat nun mal einfach mehr Möglichkeiten und Publicity, ein Buch zu bewerben. Du kannst dennoch gut mit deinen Bücher verdienen. Denn du bekommst ja eine höhere Marge pro Buch und kannst öfter veröffentlichen.

So wird dein Buch erfolgreich

Self Publishing Erfahrungen

Meine Self Publishing Erfahrung bei vielen Autoren ist es, dass sie ganz einfach zu wenig Mühe geben. Sehr viele Autoren denken es reicht, ihr Buch zu schreiben und hochzuladen. Keine Korrektur, kein Lektorat, ein Cover mit Paint, keine Werbung, keine Annahme von Kritik.
Das ist ein riesengroßer Fehler!
Wenn du wirklich Erfolg haben willst, wenn du ein Buch auf den Markt bringen willst, das die Leser lieben und das im besten Fall auch ein wenig Geld abwirft, MUSST du dein Herzblut da rein stecken.
Du MUSST ein Lektorat und einen Coverdesigner engagieren und dafür auch mal einen ganzen Batzen Geld sparen. Du kannst nicht einfach sagen „dafür habe ich kein Geld“. Schließlich willst du ja auch kein Auto kaufen, bei dem der Hersteller sagt für Sicherheitstest hatten wir jetzt leider kein Geld.
Und du musst dich um Werbung kümmern, ständig und immer wieder.
Wenn du kein Designer bist, lass das Cover von jemandem machen, der es kann. Heißt im Klartext: Wenn dir CMYK, Serifen, Alphakanal und Ebenenmaske rein gar nichts sagen, lass das Cover von jemand anders machen!
Dein Buch wird kein Selbstläufer. DU musst was dafür tun, dass es verkauft wird.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

eigenes buch schreiben

Ein eigenes Buch schreiben: So schaffst du es

Ich wette, du bist auf deinbuchschreiben.de gelandet, weil du genau so wie ich schon seit Jahren ein eigenes Buch schreiben willst. Ich kann dich schon mal spoilern: Das kannst du schaffen! Egal wie sehr andere versuchen, es dir auszureden. Oder du dir selbst.

Gründe gegen ein eigenes Buch

Es gibt einige Gründe, die dagegen sprechen, ein eigenes Buch zu schreiben. Die kennst du garantiert schon, deshalb wiederhole ich hier nichts, was du schon weißt. Denn diese „Vernunftgründe“ (keine Zeit, man verdient nicht genug, es gibt tausende die ein Buch schreiben wollen, kein sicherer Job – moment, jetzt zähle ich ja doch auf :D) halten dich nur ab.

Diese „vernünftigen“ Gründe halten dich jedoch davon ab, dir deinen Herzenswunsch zu erfüllen. Meist kommen solche Gründe von anderen Personen oder werden dir zumindest von außen eingebleut. Bitte vergiss diese Gründe. Ein Buch schreibt man nicht, weil man viel Geld verdienen will, weil man einen sicheren Job möchte, weil man der erste ist, der auf die Idee kommt, ein Buch zu schreiben. Ein Buch zu schreiben ist unvernünftig. Das ist das Schöne daran!

Du  kannst sowieso kein eigenes Buch schreiben

Schlimmer als Zweifler, Kritiker und Nörgler von außen ist der innere Kritiker. Wenn es dir wie mir geht, willst du schon seit Ewigkeiten ein eigenes Buch schreiben – und hast es nie geschafft. Vielleicht mal eine Fanfiction, ein Gedicht oder ein Kapitel, vielleicht seitenlange Notizen zu dieser einen genialen Ideen. Und dann hält dich irgendwas auf. Es fehlt die Zeit, das Talent, das Geld, die Muse, ein Verlag, die Unterstützung von Anderen.

Durch diese negativen Gedanken, diese Ausreden, bist du Schuld daran, dass dein Buch, deine Kurzgeschichte, dein Gedichtband, dein Traum verstaubt. Niemand dreht dir den Strom ab, klaut dir die Tastatur, saugt deine tausend Ideen aus dem Kopf. Du hast dich selbst überzeugt, dass es nicht klappen wird. Und genau deshalb wird es auch nie funktionieren, wenn du so weitermachst wie bisher.

Wenn ich ein eigenes Buch schreiben kann, kannst du es auch

Keine Sorge, vor einem Jahr habe ich genauso gedacht wie du. Ich hatte ungefähr zwanzig Geschichten auf dem Computer, zwei Ikea-Kisten mit Notizen und noch all diese Gedanken im Kopf, die raus müssen. Und das seit über zehn Jahren.

Bis ich mein Leben komplett auf den Kopf gestellt habe. Arbeit gekündigt, Studium begonnen, mich selbstständig gemacht (mehr dazu erfährst du auf meinem Blog Dear Life). Und endlich stieg diese innere Sehnsucht wieder in mir auf, die Kreativität, das Potential.

Kurze Zeit darauf haben meine Freundin Minii und ich das Selfpublishing entdeckt. Wir waren uns erst nicht sicher, ob das wirklich „was taugt“, doch viele Erfahrungsberichte haben uns dann in unserem Vorhaben bestärkt. Wir haben innerhalb eines Jahres unser ersten Kochbuch veröffentlicht!

Deinem Buch steht nichts im Weg, außer du selbst

Und plötzlich ging alles ganz schnell. Ich schrieb – zum ersten Mal in meinem Leben! – ein Manuskript komplett zuende. Meine Dystopie „Demagogue“ werde ich vermutlich wieder als Self Publisher veröffentlichen. Kurz nach der Fertigstellung von Demagogue nahm ich an einem Schreibwettbewerb teil und habe den ersten Platz mit einer Verlagsveröffentlichung als Taschenbuch und Ebook gewonnen. Innerhalb weniger Monate schrieb ich mein zweites Buch – das hätte ich vorher NIE für möglich gehalten!

Ich habe aufgehört, mich mit Ausreden vom Schreiben abzuhalten. Wenn es dir ernst ist damit, ein eigenes Buch zu schreiben, musst du das auch schaffen. Mach dir klar, warum du deine Geschichte schreiben willst. Ignorier die Nörgler, ignorier (bis zur Korrekturphase 😉 ) deinen inneren Kritiker. Nimm dir jeden Tag Zeit zum Schreiben.

Ich möchte dich mitnehmen auf meinem weiteren Weg als Autorin und dir gleichzeitig meine Erfahrung mit auf DEINEN Weg geben.

Deshalb wirst du hier auf deinbuchschreiben.de all meine Tipps rund ums Schreiben, Motivieren, Organisieren, Plotten. Charakterisieren und Veröffentlichen finden. Mit allem, was dazu gehört!

Merken

Merken

Merken